03. und 04. November

Ursula Erber las das Märchen "Die Schneekönigin", musikalisch begleitet von Stephan Holstein

Zum Abschluss der Blauen Bühne las Ursula Erber, bekannt unter anderem als "Uri" aus der TV-Serie Dahoam is Dahoam am Samstag Abend und am Sonntag Vormittag (Kindermatinée) das Märchen von Hans Christian Andersen "Die Schneekönigin". Mit ihrer sanften, großmütterlichen Stimme nahm Ursula Erber das Publikum mit auf die Reise von Kay und Gerda ins Reich der Schneekönigin. 

 

Stephan Holstein, Jazzmusiker setzte in der Erzählung die musikalischen Akzente. Er ließ die Natur ins Palmenhaus, er simulierte Wind und Sturm auf der Klarinette, Geräusche im Wald, das Knarren der Äste und das Knacken des Eises. Besonders in der Kindermatinée nahm er die Kinder mit, die freudig hinter ihm her spazierend durch das Palmenhaus zum Eispalast der Schneekönigin. 

 

Zusammenfassung des Märchens: 

Es war einmal ein Spiegel aus Eis, der alles Schöne hässlich aussehen ließ und das Schlechte schön machte. Dieser Spiegel zerbrach und zersprang dabei in tausend kleine Stücke. Trafen diese Stücke ein Herz wurde es kalt wie Eis, trafen sie Augen, sahen sie alles nur noch hässlich und böse.

 

Den Waisenjungen Kay treffen zwei Splitter in Herz und Auge als er im Sommer mit seiner Freundin Gerda draußen spielt. Er verspottet Gerda und treibt sich von nun an mit den bösen Jungs herum.

Im Winter fährt eines Tages die Kutsche der schönen Schneekönigin durch das Dorf in dem Kay lebt. Aus Spaß hängt er sich hinten an. Doch plötzlich zieht ihn die Königin in die Kutsche. Er verfällt ihrer kalten Schönheit und beschließt von nun an mit ihr in ihrem Palast zu leben.

 

Der Frühling kommt und weil Kay noch immer nicht zurück ist, macht sich Gerda auf die Suche nach ihm. Auf ihrem Weg landet sie bei einer Fee, die sehr einsam ist. Sie lässt Gerda ihre Sorge um Kay vergessen. Von da an lebt Gerda mit der einsamen Fee in ihrem Haus zwischen Sonnenblumen. Erst im Herbst erinnert sich Gerda wieder an ihren Freund Kay.

 

Gerda beschließt, sich erneut auf die Suche nach Kay zu machen. Auf ihrem Weg kommt sie an einem Schloss vorbei. Dort lebt ein Prinz und eine Prinzessin. Sie schenken Gerda für ihre Weiterreise warme Kleider und eine Kutsche. Ihre feine Garderobe bemerken leider Banditen, die sie in einem Wald überfallen. Eines der Banditenmädchen findet Gefallen an Gerda und nimmt sie bei sich auf. Die Mädchen freunden sich an und schließlich lassen die Banditen Gerda weiterziehen und geben ihr sogar ein Rentier mit.

 

Als sie schließlich das Schloss der Schneekönigin erreicht, findet sie Kay fast erfroren vor. Er kann die Kälte nicht spüren und so spielt die Schneekönigin ihr grausames Spiel mit ihm. Sie versprach, dass er gehen könnte, sobald er aus Eissplittern das Wort „Ewigkeit“ gelegt hätte. Wegen des Splitters in seinen Augen kann er aber nicht richtig sehen und legt immer wieder seltsame Muster aus Eis. Als Gerda ihren Freund so sieht, hat sie Mitleid und weint um Kay. Ihre Tränen lassen sein gefrorenes Herz schmelzen und spülen die Splitter aus seinem Auge heraus. Endlich kann er das Wort Ewigkeit legen und folgt Gerda zurück nach Hause. Als die beiden im Dorf ankommen, sind sie bereits erwachsen

 

Die Blaue Bühne ging würdig mit Ursula Erber und Stephan Holstein zu Ende. 

 



04. Oktober

Auf den Spuren ihres verehrten König Ludwig II von Bayern

Marianne Sägebrecht - musikalisch bereichert durch Bruno Hetzendorfer,

Anna Maria Burchard und Athanasia Kechagia - 

Zu Füßen des Königsschlosses Hohenschwangau, im ehemaligen Pferdestall König Maximilian II von Bayern und später König Ludwig II von Bayern gastierte am vergangenen Donnerstag Weltstar und KULT-Schauspielerin Marianne Sägebrecht. Sie erzählte Geschichten, Anekdoten und Aufzeichnungen von Zeitzeugen über ihres verehrten König Ludwig II von Bayern. Passender hätte das Ambiente nicht sein können. 

 

Besinnlich, berührend, aber auch heiter erzählte Marianne Sägebrecht aus ihrem Leben und ihre Bewunderung seit ihrer Kindheit zu König Ludwig. Als sie noch ein kleines Mädchen war, war sie schon oft an der Stelle, an der der König zu Tode kam. Als ihr einmal ein Fischer sagte, dass der König "derschossen" worden sei, hatte sie zutiefst erschreckt. Als sie dann ihre Mutter fragte, was denn passiert sei und warum er so früh sterben musste, erwiderte diese : "Er war halt sehr phantasiereich" Die kleine Marianne erschreckte abermals und sagte zur Mutter: "Oh Gott, ich bin ja auch phantasiereich, bloß vorsichtig sein, sonst werd i a no derschossn"

 

Eindrucksvoll ließ Marianne Sägebrecht das Leben König Ludwigs Revue passieren bis hin zu seinem Todestag an dem auch ein kleines Mädchen namens Marie Zeugin der Ereignisse war und die Geschehnisse beobachtete. Dies geht aus Aufzeichnungen hervor. 

 

Im wahrsten Sinne des Wortes wurden die Geschichten von Marianne Sägebrecht musikalisch durch Bruno Hetzendorfer, Anna Maria Burchard und Athanasia Kechagia bereichert. 

 

Bruno Hetzendorfer am Klavier setzte mit Eigenkompositionen und Interpretationen heiter, hintergründig und kongenial die musikalischen Akzente. Mit seiner ausdrucksstarken Stimme und Liedern begeisterte er das Publikum immer wieder und bekam tosenden Zwischenapplaus. 

 

Anna Maria Burchard mit einer Stimme aus Gold und Athanasia Kechagia, die einfühlsam auf dem Akkordeon begleitete, sorgten bei den Zuhörern für Gänsehautfeeling. Absolut beeindruckend harmonierten die zeitgenössischen Lieder von Anna Maria Burchard zu Klavier und Akkordeon. Ein besseres Ensemble für diese Lesung hätte Marianne Sägebrecht nicht finden können. Das Publikum dankte es den bezaubernden Künstlern mit lang anhaltemden Schlussapplaus und teilweise mit Tränen in den Augen. 

 

Wir danken Marianne Sägebrecht, Bruno Hetzendorfer, Anna Maria Burchard und Athanasia Kechagia für einen wundervollen und unvergesslichen Abend, der in die Geschichte eingehen wird. 

 






22. September

Mostviertelabend

mit Katrin Lux

Katrin Lux - bekannt aus zahlreichen TV Serien, vor allem als Köchin Fanny aus der BR-Serie "Dahoam is Dahoam" ist im Mostviertel in Niederösterreich geboren und aufgewachsen. Am Samstag Abend nahm Katrin Lux das Publikum in der Alpseestube mit auf eine Reise in ihre Heimat. Mehr noch - die gebannten Zuhörer waren an diesem Abend im Mostviertel. 

 

Liebevoll, heiter, romantisch und charmant plauderte Katrin Lux über die Birnenmostproduktion, die auch heute noch richtige Handarbeit ist. Die Frauen "klauben" die Birnen auch heute noch von Hand, damit keine Birne faul oder beschädigt wird. Eindrucksvoll erzählte sie auch von einem Schmied, der mit seinen eigenen Händen Glut aufnimmt und in seinen Händen halten kann, weil das Feuer sein Element ist. So war zum Beispiel die Herstellung von Sensen ebenfalls im Mostviertel beheimatet, die dann in alle Welt exportiert wurden. Katrin Lux las beeindruckende Erlebnisse aus ihrem Buch "Mild und Wild" vor, die sie in ihrer Heimat erlebt hat. Die bezaubernde, liebe und sympathische Schauspielerin verstand es von der ersten Minute an, eine wunderbare, angenehme Symbiose zwischen ihr und den Zuhörern herzustellen, man hätte eine Stecknadel fallen hören können. 

 

Katrin Lux brachte auch Birnenmost, Birnensaft und verschiedene Schnäpse aus dem Mostviertel mit und es ergaben sich heitere und interessante Gespräche mit dem Publikum. Somit waren die Zuhörer wirklich mit allen Sinnen an diesem Abend im Mostviertel. 

 

Tatkräftige Unterstützung bekam Katrin Lux von ihrer ganz reizenden und lieben Tochter Anouk, die früher selber als Vierjährige sogar einige Folgen lang in der Serie "Dahom is Dahoam" die Tochter der Fanny gespielt hat. Anouk bediente am Samstag Abend ganz professionell den Beamer und sorgte dafür, dass die Mama immer das richtige Foto auf der Leinwand hatte. Anouk ließ es sich auch nicht nehmen, höchst persönlich die Most-, Saft- und Schnapsflaschen den Gästen an die Tische zu bringen. 

 

Dieser Abend war ein ganz besonderer und unvergesslicher Abend, da es zugleich das letzte Mal war, dass Katrin Lux ihren Mostviertelabend einem Publikum präsentierte. Die Zuhörer dankten dies ihr ebenfalls mit langem Applaus und mit dem Wunsch, bald selber ins Mostviertel zu fahren, um die Schönheit der Landschaft, die liebenswerten Menschen und das breite kulinarische Angebot selber zu erfahren zu können. 

 

Vielen lieben Dank Katrin Lux und Anouk für diesen ganz wunderbaren Abend!!!

 





04. August

SEErenade am Alpsee

mit dem Abel Trio

Bei herrlichstem Sommerwetter fanden sich bereits früh Hunderte von Gästen auf der Terrasse der Alpenrose und auf den Wiesen am Alpsee ein. Perfekter konnte dieser Sommerabend nicht sein. Das Abel Trio mit Anna Abel (Bratsche), Anderson Fiorelli (Cello) und Miguel Ercolino (Geige) spielten passend zur Atmosphäre leichte Sommerklassik.

 

Von Antonio Vivaldi über Johann Sebastian Bach und zeitgenössische Kompositionen war das Programm breit gefächert. Das Publikum konnte an diesem Abend an einem der schönsten Orte der Welt einfach die Seele baumeln lassen und genoss die Musik in vollen Zügen. Zur Blauen Stunde, als die Sonne schon hinter den Bergen verschwand und der Himmel sich in dunkles Blau färbte bei immernoch 28 Grad gab es als Zugabe noch eine musikalische Abkühlung. Mit dem zweiten Satz aus Antonio Vivaldis "Winter" aus den Vier Jahreszeiten verabschiedete sich das Trio gefolgt von lang anhaltenden Beifallsstürmen.

 

Ein Sommerabend, der wahrlich nicht mehr zu toppen ist, ging langsam zu Ende.  




21. Juli 

Lateinamerikanische Nacht

mit den Los Chicos und Maria Rui

Der Wettergott meinte es Samstag Abend nicht gut, die Veranstaltung musste kurzerhand ins Schlossbräustüberl verlegt werden. Der Stimmung hat das aber überhaupt keinen Abbruch getan, denn wer bitteschön kann bei den Los Chicos sitzen bleiben? 

 

Wieder einmal heizten die Los Chicos mit heißen Salsa- , Merengue-, Latin Pop-, Bossa Nova- und Rumba Rhythmen dem Publikum im Schlossbräustüberl kräftig ein und brachten den Saal zum Toben. Leidenschaftlich und temperamentvoll nahmen Chino, Carlos und Duli das Publikum mit auf ihre musikalische Reise durch Lateinamerika. Chino, ein brillianter Entertainer und Kommunikator animierte das Publikum zum Tanzen und Mitsingen. 

 

Zwischen den Einlagen der Los Chicos trat Maria Rui auf. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme gab sie Eigenkompositionen mit portugiesischen Texten zu Gehör. Die gebürtige Portugiesin überzeugte das Publikum mit ihren wunderbaren Liedern und Fadogesang und nahm es mit auf eine traumhafte Gedankenreise in Marias Heimatland.  

 

Leckere Cocktails, heiße Musik und wunderbare portugiesische Musik - im ehemaligen Pferdestall der bayerischen Königsfamilie hat das wieder wunderbar funktioniert und erst nach zahlreichen Zugaben ging der Abend spät in der Nacht zu Ende. 





22. Februar

Oliver Pötzsch - Die Ludwigverschwörung. Eine Krimi-Revue mit Bayrischen Gstanzerln und Liedern.  Gelesen von Oliver Pötzsch, begleitet von Andrea Tafertshofer und Maximilian Ginter

Um es vorweg zu nehmen..........Nein, der Zuschauer hat an diesem Abend von Oliver Pötzsch nicht erfahren, wie König Ludwig II wirklich gestorben ist. Aber er hat das Geheimnis offen gelassen, vielleicht steht es ja in seinem Buch?!? Oliver Pötzsch erzählte lebhaft, leidenschaftlich und humorvoll, wie sich die letzten Wochen, Tage und Stunden im Leben des Märchenkönigs abgespielt haben. 

 

Die Kurzfassung: Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbe-kanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II  ver-raten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdedektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.

 

Die Präsentation des Buches wurde durch die Sopranistin Andrea Tafertshofer, die von Pianist Maximilian Ginter begleitet wurde, gebührend musikalisch umrahmt.  Wunderbare bayrische Gstanzerl hörte man, aber auch Auszüge aus Tannhäuser bis hin zum "Lied der Bayern" - welches ja eine Strophe dem Bayernkönig widmet: "Gott mit ihm, dem Bayernkönig! Segen über sein Geschlecht!".............Andrea Tafertshofer mit ihrer außerordentlich begnadeten Stimme verlieh dem Abend einen ganz besonderen Glanz. Das Publikum im vollbesetzten Palmenhaus dankte es mit lang anhaltendem Applaus. Unter den Zuhörern war ein ganz besonderer Gast und Ludwig Kennerin: Die wunderbare Schauspielerin "Marianne Sägebrecht". Sie zeigte sich äußerst begeistert von dieser wunderbaren und dramaturgisch perfekten Präsentation. 




25. Januar

Danny Streete - Lieder von Cat Stevens, John Denver, Bob Dylan...... und eigene Lieder

Ein Konzert der Extraklasse bekamen die Zuhörer im vollbesetzten Palmenhaus gleich zu Beginn des neuen "Blaue Bühne Jahres" zu hören. Danny Streete machte mit dem Publikum eine musikalische Zeitreise in die 60er, 70er und 80er Jahre. Mit seiner warmen und einfühlsamen Stimme verzauberte Danny das Publikum und er erzählte Hintergrundgeschichten über die Entstehung der Lieder und deren Komponisten und Sänger. So erfuhren wir zum Beispiel, dass "Streets of London" von Ralph Mc Tell ursprünglich für die Champs-Éliysées in Paris gedacht war. Kurzum passte dann aber der Titel Streets of London besser. Weitere musikalische Leckerbissen wie beispielsweise

 

- Annie's Song

- 100 miles

- Moon Shadow

- City of New Orleans

- Puff the Magic Dragon

- Can't help falling in love with you

 

aber auch wunderbare Eigenkompositionen bekam das Publikum zu Gehör und dankte es Danny Street mit stürmischen Applaus. Es war ein wunderbarer ruhiger, einfühlsamer, romantischer Konzertabend. Herzlichen Dank Danny Streete.